Zu Besuch an der SPŠ stavební in Lipník nad Bečvou und unterwegs in der geschichtsträchtigen Studentenstadt Olomouc.
Wie funktioniert berufliche Bildung in anderen europäischen Ländern? Welche Möglichkeiten haben junge Menschen, ihren beruflichen Weg zu gestalten? Und was können wir voneinander lernen?
Diesen Fragen gingen wir am Dienstag, dem 3. November, bei unserem Besuch an der SPŠ stavební in Lipník nad Bečvou nach. Auf dem Programm standen spannende Unterrichtseinblicke, der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie Gespräche über die Zukunft junger Menschen. Am Abend lernten wir bei einer Stadtführung außerdem Olomouc kennen.
Einblicke in den tschechischen Schulalltag
Unser Besuch begann mit einer Begrüßung und einem Gespräch mit dem Schulleiter, Herr Radim Navrátil. Dabei konnten wir die Schule näher kennenlernen und uns über Erfahrungen und Möglichkeiten der weiteren Zusammenarbeit austauschen.

Anschließend besuchten wir den Fachunterricht, wo die Schülerinnen und Schüler sich mit Branchen üblicher Software sowie Gestaltungstechniken auseinandersetzten sowie zwei Englischstunden. Am Nachmittag erhielten wir Einblicke in den praktischen Unterricht und konnten beobachten, wie die Schülerinnen und Schüler ihre fachlichen Kenntnisse anwenden.
Die SPŠ stavební ist eine berufsorientierte Schule mit Schwerpunkten in den Bereichen Bauwesen, Architektur und Gestaltung. Besonders interessant war für uns die Verbindung von technischen Inhalten, kreativen Arbeitsweisen und praktischer Ausbildung.
Weitere Informationen gibt es auf der Website der SPŠ stavební Lipník nad Bečvou.
Die folgende Grafik veranschaulicht den Aufbau und die Struktur des tschechischen Schulsystems.





























Ein weiterer interessanter Einblick war das schuleigene Fitnessstudio. Dieses steht nicht nur den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung, sondern kann nach 16 Uhr auch von den Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt genutzt werden und ein Ort der Begegnung werden. Besonders bemerkenswert fanden wir, dass auch die Jugendlichen das Angebot nach ihrem regulären Unterricht freiwillig nutzen. Das zeigt, wie gut sich zusätzliche Angebote in den Schulalltag integrieren lassen und wie sie dazu beitragen können, Bewegung und gemeinschaftliche Aktivitäten zu fördern.




Die unterschiedlichen Schulsysteme und berufliche Perspektiven
Besonders bereichernd war der Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen sowie den Schülerinnen und Schülern. Wir sprachen über die Unterschiede unserer Schulsysteme, die jeweiligen Bildungswege und die Chancen, die sich daraus für junge Menschen ergeben.
Dabei interessierte uns besonders, welche Vorstellungen die Jugendlichen von ihrer beruflichen Zukunft haben und wie Schule sie bei der Orientierung unterstützen kann. Wie wir junge Menschen auf eine sich wandelnde Arbeitswelt vorbereiten und ihnen Perspektiven eröffnen, ist heute aktueller denn je. Der Blick über die Landesgrenzen hat uns neue Anregungen für unsere eigene Arbeit gegeben und gezeigt, wie wertvoll es ist, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen.


Olomouc: Geschichte trifft studentisches Leben
Nach dem Schulbesuch ging es am Abend weiter nach Olomouc (Olmütz). Bei einer Stadtführung mit Renata entdeckten wir die historische Altstadt mit ihren eindrucksvollen Gebäuden, Plätzen und Denkmälern.
Als traditionsreiche Universitätsstadt verbindet Olomouc eine bewegte Geschichte mit einer lebendigen studentischen Atmosphäre. Die gemeinsame Tour war ein schöner Abschluss des Tages und bot Gelegenheit, Tschechien auch abseits des Schulalltags kennenzulernen.















Wir blicken auf einen gelungenen Tag mit vielen interessanten Eindrücken und wertvollen Gesprächen zurück.
Ein besonderer Dank gilt der Schulleitung sowie Renata und Jana, die für die internationale Zusammenarbeit verantwortlich sind. Vielen Dank für die hervorragende Organisation, die Zeit und das große Engagement. Wir haben uns sehr willkommen gefühlt und nehmen zahlreiche Ideen und Impulse für unsere Arbeit an der Walter-Gropius-Schule mit. Der Besuch hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig europäische Begegnungen für die Weiterentwicklung von Schule und beruflicher Bildung sind. Wir freuen uns den Austausch an unserem zweiten Tag fortzusetzen!
Děkujeme! – Vielen Dank!

