Unser erster Arbeitstag in Japan – Teil 1
06:00 Uhr der Wecker klingelt; Marius und ich machen uns startklar für unseren ersten Arbeitstag in Japan. Unser Weg soll uns nach Akiumachisakaino Nojiri Taihaku in der Präfektur Myagi führen.

Toychi, der japanische Tischler, der während unseres Aufenthalts in Japan für uns zuständig ist, sammelt uns um 7:00 Uhr beim Seven/Eleven (Eine Supermarktkette, die 24/7 geöffnet hat) ein, und schon beginnt unsere Reise ins Unbekannte. Vorbei an blühenden Kirschbäumen, Gebirgsketten und reißenden Flüssen führt uns der Weg hin zu unserem Arbeitsplatz für die kommenden zehn Stunden. Ein Neubau in traditioneller Bauweise. Das Fundament wurde bereits vor einiger Zeit gegossen und ist ausgehärtet, das Gerüst steht bereits.

Nachdem wir mit Klettergurt und Helm ausgestattet wurden, kann es nun endlich losgehen. Zunächst geht es für uns darum, die Baustelle von störenden Holzresten zu befreien und das Fundament vorm Einsetzen der Ständer gründlich zu säubern. Danach dürfen wir beim einsetzen der ersten Ständer helfen, was gar nicht so einfach ist, gestaltet sich das Laufen auf den Schwellen doch schwieriger als gedacht.

Schnell haben wir den Dreh jedoch raus und schlagen uns im Vergleich mit unseren japanischen Kollegen gar nicht mal so schlecht. Das bleibt nicht unbemerkt, so dass wir zeitig die Nagelpistole in die Hand gedrückt bekommen um damit die Ständer mit dem Rehm zu verbinden. Unter der Anleitung von Toychi arbeiten Dutzende Tischler und Zimmerer zusammen und in Windeseile kann die Decke der ersten Etage gesetzt werden. Vor uns das Gebirge, seitlich der Bambuswald und um uns herum die japanischen Kollegen: Wir realisieren einmal mehr wie besonders und surreal dieser Moment ist.

Danach machen wir Mittagspause, doch es beschleicht uns das Gefühl das etwas nicht stimmt. Wir nehmen war, dass sich die Stimmung der Japaner verändert hat. Was war passiert?
Dazu mehr in Teil zwei.

