Tagesausflug nach Bordeaux

Gestern haben wir gemeinsam einen spannenden Tagesausflug nach Bordeaux unternommen. Schon früh am Morgen ging es für uns mit dem Zug los – und die Anreise hat insgesamt sehr gut funktioniert. Die Tickets lassen sich unkompliziert buchen, allerdings mussten wir uns erst daran gewöhnen, dass das Gleis oft erst wenige Minuten vor der Abfahrt angezeigt wird. Das sorgt zwar kurzzeitig für ein wenig Stress, aber in der Regel bleiben noch etwa fünf bis zehn Minuten Zeit, sodass alles gut machbar ist.

Nach ungefähr einer Stunde Fahrt kamen wir bereits in Bordeaux an. Vor Ort konnten wir uns ganz einfach ein 24-Stunden-Ticket für Bus und Bahn kaufen, wodurch wir flexibel und bequem durch die Stadt fahren konnten. Das System der öffentlichen Verkehrsmittel ist ähnlich übersichtlich wie in Angoulême, sodass wir uns schnell zurechtgefunden haben.

Ein großer Teil unseres Tages spielte sich in der bekannten Einkaufsstraße Rue Sainte-Catherine ab. Dort gibt es eine große Auswahl an Geschäften, von bekannten Marken bis hin zu vielen interessanten Second-Hand-Läden. Besonders auffällig war die Vielfalt, aber auch die Tatsache, dass sich viele kleine, spannende Läden in Nebenstraßen verstecken. Deshalb lohnt es sich, sich vorab ein wenig zu informieren, um gezielt die besten Orte zu entdecken.

Neben den Einkaufsmöglichkeiten bietet Bordeaux auch zahlreiche schöne Cafés und Bars. Sprachlich hatten wir keinerlei Probleme, da viele Menschen vor Ort gut Englisch sprechen, auch in Restaurants. Die Preise variieren dabei stark, sodass für jedes Budget etwas dabei ist.

Aktuell befindet sich in der Stadt auch ein Jahrmarkt. Dieser war deutlich größer als viele Jahrmärkte, die wir aus Deutschland kennen. Es gab unzählige Attraktionen, Essensstände und Verkaufsbuden.

Auch die Parks in Bordeaux haben uns sehr gut gefallen. Die größeren Parks schließen allerdings bereits gegen 19 Uhr, sodass man am Abend auf kleinere Grünflächen ausweichen muss. Generell schließen die meisten Geschäfte ebenfalls um diese Zeit, einige öffnen auch erst gegen 10 Uhr morgens. Das sollte man bei der Tagesplanung unbedingt berücksichtigen. Ebenso sollte man sich Sehenswürdigkeiten am Morgen anschauen, da es am Nachmittag in der Stadt sehr voll wird.

Am Abend verändert sich die Atmosphäre der Stadt deutlich: Sobald die Läden schließen, beginnt das lebendige Bar- und Caféleben. Die Stadt bleibt weiterhin gut besucht und wirkt keineswegs leer, im Gegenteil, viele Menschen genießen den Abend draußen.

Für die Rückreise haben wir gelernt, dass es sinnvoll ist, die Zugtickets bereits zusammen mit der Hinfahrt zu buchen. Spontane Buchungen sind in Frankreich eher schwierig, da oft eine Sitzplatzreservierung erforderlich ist und die Züge schnell ausgebucht sein können. Außerdem sollte man darauf achten, einen Zug zu wählen, der es ermöglicht, noch rechtzeitig den Bus nach Hause zu erreichen, da die letzten Busse meist zwischen 20 und 21 Uhr fahren.

Falls man doch später unterwegs ist, haben wir die Erfahrung gemacht, dass man sich in Angoulême auch nachts grundsätzlich sicher fühlen kann. Besonders am Wochenende sind noch viele Menschen unterwegs, sodass wir uns bisher nie unsicher gefühlt haben.

Insgesamt war unser Ausflug nach Bordeaux ein voller Erfolg. Die Stadt bietet eine tolle Mischung aus Kultur, Shopping, Freizeitmöglichkeiten und Nachtleben und ist definitiv einen Besuch wert.