Heute war einer dieser Tage, an denen man einfach merkt, wie schön es ist, in einer neuen Stadt zu sein. Wir sind lange spazieren gegangen und haben uns dabei eine italienische Spezialität geholt, die wir später in einem Park gegessen haben. Dort haben wir uns ans Wasser gesetzt und eine Weile einfach nur die Umgebung und die Tiere beobachtet. Besonders überrascht hat uns, dass wir sogar Schildkröten entdecken konnten, die im Wasser unterwegs waren.


Als wir wieder aufstehen wollten, haben wir zwei ältere Herren bemerkt, die die Tiere gefüttert haben. Es war ein sehr ruhiger und irgendwie typisch italienischer Moment.
Anschließend sind wir noch ein wenig durch die Stadt geschlendert. Leider hatten viele Geschäfte gerade Mittagspause – hier in Italien schließen viele Läden nämlich von 13 bis 16 Uhr. Also haben wir spontan entschieden, erst einmal in einem lokalen Supermarkt einkaufen zu gehen.


Dabei ist uns etwas aufgefallen: Die Italiener sprechen uns fast immer direkt auf Italienisch an. Wenn wir dann erklären, dass wir kein Italienisch können, sind viele erst einmal überrascht. Gleichzeitig sind die Menschen hier unglaublich offen. Wenn man sich mit einer Person unterhält, mischen sich oft andere ein – aber auf eine sehr freundliche und lustige Art. Es wird gemeinsam gelacht und irgendwie fühlt man sich sofort willkommen. Und sobald wir erzählen, dass wir mit Erasmus hier sind, wissen auch alle direkt, was das ist.
Über dem Supermarkt haben wir dann ein kleines, richtig süßes Café entdeckt. Natürlich mussten wir da mal rein und haben uns eine Waffel bestellt. Sie war wirklich lecker. Wir haben lange dort gesessen, viel geredet und noch mehr gelacht.


Zum Abschluss sind wir noch ein bisschen durch die Straßen gelaufen und haben die Stadt weiter erkundet. Irgendwann wurde es dann aber doch etwas kalt, also sind wir langsam wieder zurückgegangen.
Ein ganz normaler Tag und trotzdem einer, der sich irgendwie besonders angefühlt hat.

