Der Sonntag hat für mich um ungefähr 10:30 Uhr begonnen, was echt ungewöhnlich scheint. Ich hatte ungefähr zwei Stunden Zeit, um mich fertig zu machen. Es ging heute nämlich in eine komplett andere Stadt. Als ich am Bahnhof angekommen bin, habe ich mir erstmal ein einfaches Ticket für die Fahrt nach Turku gekauft. Die Ankunft des Zuges war für 13:13 Uhr geplant, allerdings wurde einer Minute Verspätung angezeigt. Etwas, was mich sehr überrascht hat, war, dass diese Minute Verspätung doch keine Verspätung gewesen ist. Der Zug ist sogar eine Minute zu früh gekommen, was echt beeindruckend war. Dann ging die Fahrt auch schon los.

Um ehrlich zu sein, war die Fahrt sehr entspannt, als ob ich zur Schule fahren würde (33 Minuten). Anschließend bin ich dann um 13:50 Uhr am Bahnhof in Turku angekommen. Ich musste erstmal, um in die Stadt zu kommen, viele Treppen hochsteigen. Dann bin ich vor einem Museum angekommen. Das ist die erste Station, von der aus man die Möglichkeit hat, die Aussicht auf die Stadt zu genießen.







Nachdem ich kurz angehalten habe, um die Aussicht zu genießen, bin ich dann ziellos weitergegangen. Ein paar Minuten später bin ich auf eine orthodoxe Kirche und eine Mall gestoßen. Ich habe natürlich angehalten, um von der ganzen Straße Bilder zu machen. In Turku sind die Straßen wirklich schön und lebendig. Danach bin ich in die Mall reingegangen, um zu gucken, was es dort für Läden gibt. Und es gab bekannte Geschäfte wie z.b H&M oder Burger King direkt am Eingang.









Etwas, das mir aufgefallen ist, ist, dass die Busse in Turku regelmäßiger fahren als in Loimaa – genauso regelmäßig wie in der Stadt Hildesheim. In Turku kann man also in wenigen Minuten leicht seine Station erreichen. Während ich in der Mall spazieren gewesen bin, habe ich gemerkt, wie groß sie wirklich ist. Sie war wie ein Labyrinth, aus dem man nur sehr schwer wieder herauskommt.
Nachdem ich aus der Mall raus war, wollte ich meinen Magen sättigen. Ich musste auch nicht lange suchen, weil es einen Sushi-Restaurant in der Nähe gab. Dort habe ich mich erstmal hingesetzt und mir einen Seville bestellt. Das ist eine Sushiart außen weiß und umrandet mit Sesam und innen mit Gurken und Avocado gefüllt. Sie haben richtig gut geschmeckt, vor allem wenn man sie in Sojasoße dippt. Aber ohne schmecken sie sehr gut. Das Coolste dabei ist, dass das Wasser im Restaurant kostenlos war. Ich habe diese Sushi mit sehr viel Freude gegessen.

Danach ging es auch schon weiter in Richtung des Flusses ,,Aura‘‘. Als ich angekommen bin, war ich sehr beeindruckt davon, wie schön dieser Fluss aussieht. Das Besondere an dem Fluss ist, dass es viele kleine Schiffe, die extra für Touristen gedacht sind und eine Rundfahrt ermöglichen. Gerade ist das aber nicht möglich, weil der Fluss noch zugefroren ist. Aber seine Zeit wird bald kommen. Nichtsdestotrotz hat der Fluss noch etwas ganz Besonderes an sich. Der Name ,,Aura‘‘ ist genau so ähnlich wie das Jugendwort, was vor 1 Jahr oft benutzt wurde.



Hier bin ich mal wieder stehen geblieben, um mir den Fluss noch einmal anzuschauen. Gleich danach ging es schon weiter, denn es ging zum zweiten Spot, von dem aus man die Aussicht auf die Stadt genießen kann. Ab hier wurde es aber ein wenig sportlich. Da der Boden neben den Treppen zugefroren war, musste ich vorsichtig sein, damit ich nicht ausrutsche. Genau dasselbe galt auch für das Treppensteigen. Nachdem ich oben angekommen bin, habe ich ein paar Bilder gemacht und danach die ,,echte‘‘ Aussicht der Stadt Turku genossen. Warum ,,echt‘‘? Weil diese Aussicht viel besser ist als die vorherige. Auch die Kathedrale der Stadt Turku war zu sehen, was sehr faszinierend war.




Später ging es auch weiter, mal wieder ziellos durch die Gegend zu spazieren. Währenddessen habe ich interessante Gebäude entdeckt, die ich direkt fotografiert habe. Ein Beispiel dafür ist ein modernisierter Wohnbezirk sowie eines dieser typischen finnischen Häuser. Anschließend ging es auch zu einem Stadion.


Der Stadion war für Leichtathleten gedacht und nicht als Fußballstadion, wie ich anfangs erwartet hätte. Trotzdem war es richtig krass zu sehen, wie trotz dieses kalten Wetters die Sportler keine Ausreden suchen, um zu Hause zu bleiben. Stattdessen strengen sie sich an und arbeiten an ihren Zielen.

Jetzt wird es aber schon langsam 16 Uhr, die Zeit, um den Weg zurück zum Zentrum und dementsprechend zum Bahnhof zu finden. Ich bin bei einer Bundesstraße oder so ähnlich vorbeigelaufen und habe mich spontan dazu, zum K-Market zu gehen. Als ich den Supermarkt betreten habe, war ich davon schockiert, dass eine Packung Haselnüsse einfach über 8,90€ kostet. Ich wusste zwar, dass Finnland ein teures Land ist, aber das es so teuer ist, hätte ich jetzt auch nicht gedacht.
Auf jeden Fall habe ich, als ich meinen Weg weitergegangen bin, einen anderen Blick und somit eine viel schönere Aussicht auf dem Fluss Aura gehabt (Highlight vom Ausflug). Da habe ich mich direkt entschieden, ein paar Bilder zu machen, weil man nicht immer die Chance hat, so etwas Tolles zu entdecken.


Danach habe ich mich auch auf den Weg zum Bahnhof gemacht, wo ich wieder ein bisschen sportlich sein musste. Ich hatte nämlich über 20 Treppen vor mir, um nach unten zu gelangen. Nachdem ich diese Challenge überwunden hatte, habe ich mir schon gegen 17:10 Uhr mein Zugticket zurück nach Hause gekauft und bin in den Zug eingestiegen.
Eine Sache, die mich beeindruckt hat, ist, dass man schon eine Stunde vor der Abfahrt in den Zug einsteigen konnte und darauf warten konnte, bis der Zug abfährt. In Deutschland müsste man sonst draußen warten, bis man überhaupt in den Zug einsteigen kann. Außerdem wurde auch der Zug gereinigt, was es so in Deutschland auf jeden Fall nicht gibt oder zumindest habe ich es nicht gesehen.






Jetzt war es auch an der Zeit von Turku abzureisen. Während der Fahrt hatte ich die Gelegenheit zu beobachten, wie der Himmel so langsam dunkel wurde. Nach ungefähr 13 Minuten Fahrt wurde auch schon Service geleistet (wie im Flugzeug). Damit meine ich, dass man kleine Snacks, Kaffee und Tee angeboten wurden. So etwas habe ich in Deutschland ebenfalls nicht gesehen.




Nach einer halben Stunde bin ich auch schon in Loimaa angekommen. Ich hatte noch einen kurzen Fußweg und dann bin ich nach Hause gekommen. Damit war der Ausflug auch schon zu Ende.
Fazit: Turku hat sich sehr gelohnt, und ich empfehle euch von Herzen, diese historische Stadt einmal zu besuchen (falls die Möglichkeit besteht). Es gibt wirklich sehr viel zu sehen und noch zu entdecken. Außerdem gibt es sehr freundliche Menschen, die euch weiterhelfen, wenn ihr einmal nicht weiterkommt.

